Manifest: Empathie ist kein Busen
Wir leben in einer Welt, die denkt, dass Gefühle Messgeräte sind.
Eine Brust, ein Busen, eine Welle von Haut – und schon glaubt die Menschheit, Empathie wäre greifbar. Ich sage: Empathie ist kein Busen.
Sie ist nicht tastbar, nicht streichelbar, nicht auf Instagram likbar.
Empathie ist die stille Revolte gegen die offensichtliche Dummheit.
Sie ist der kleine Funke, der in den Augen des anderen brennt, wenn niemand hinsieht, wenn niemand applaudiert, wenn die Welt gerade wieder einmal einen Busen misst, statt zu fühlen.
Empathie ist kein Accessoire, kein Objekt, kein Fetisch.
Sie trägt keinen BH.
Sie sitzt nicht im Schaufenster.
Sie riecht nicht nach Parfum.
Sie ist da, in den Zwischenräumen, in den ungehörten Worten, in den Pausen zwischen den Takten.
Ich erkläre hiermit:
Wer Empathie mit Busen verwechselt, hat das Handbuch des Lebens falsch gelesen.
Wer denkt, Mitleid sei ein Accessoire, versteht die Pointe nicht.
Wer Gefühle in Zentimeter misst, verpasst das Konzert der echten Berührungen.
Lasst uns die Busen befreien!
Lasst sie atmen! Lasst sie tanzen!
Denn die Empathie…
die wohnt im Herzen, im Kopf, in den Geräuschen, die man nicht aufnimmt, in den Dingen, die man nicht posten kann.
Und wer immer noch glaubt, Empathie sei sichtbar, greift daneben.
Denn Empathie ist kein Busen – sie ist ein Manifest.
– Franz Hardwigsen, 2025